Hier können Sie einen kleinen Einblick in die Arbeit unserer ZeitOase® Cuxhaven gewinnen.

Von ZeitOase zu ZeitOase – so geht Zusammenhalt!

Mundschutz aus Torgau

Vor ein paar Tagen kam ein Päckchen aus „dem Osten“ in Cuxhaven an. Inhalt: 50 mal Mund-Nasen-Maske.

Genäht und gestiftet von der Torgauer ZeitOase!

Unter vielen verschiedenen Mustern und Farben und auch etwas unterschiedlich in der Größe konnte ich nun aussuchen, welche Maske wohl für wen passend ist. Für die Herren in blau oder weiß, für die Damen in frischen Frühlingsfarben. Für die zierlichen Menschen die kleineren, für die kräftigeren die größeren.

Einkuvertiert, ein kleiner Brief dabei und ab damit in die Briefkästen der Cuxhavener Zeit- und Dank-Stifter:innen.

Viele Anrufe und Nachrichten erreichten mich inzwischen – alle mit einem Dankeschön und herzlichen Grüßen nach Torgau. Kennen doch alle die fleißige Näherin von unserem Jubiläumsfest im September, zu dem auch Hermine Diehl in ihrem 90. Lebensjahr in Cuxhaven war. Sie „unterhält“ derzeit mit ihrem Mann Josef in Torgau die größte ehrenamtlich Maskennähstube, in der täglich bis zu 9 Stunden geschnitten, gebügelt und genäht wird.

Diese Aktion zeigte allen noch einmal, dass nicht nur gute und fröhliche Zeiten miteinander geteilt werden, sondern wir auch in schwierigen Zeiten füreinander da sind. Das macht das Besondere der großen Stiftungsfamilie aus.

Danke, dass wir dazu gehören dürfen!

Im Namen der Dank- und Zeit-Stifter:innen aus Cuxhaven

Cornelia Walther

Kontakt auf Distanz!

Ostern 20Keine Begegnungen in der ZeitOase seit einigen Wochen bedeutet nicht, dass es keinen Kontakt miteinander gibt.

Seien es nun durch Briefe, ein paar Worte von Bürgersteig zu Fenster, ein kleiner Schnack über den Zaun am Grundstücksrand, natürlich telefonieren – auch mal ein Geburtstagsständchen durchs Telefon. Fotos, Gedichte, Nachrichten über WhatsApp. Beruhigend zu wissen, dass es allen gut geht, dass alle versorgt sind.

Wie gerne hätten die Zeit-Stifterinnen und ich auch in diesem Jahr wieder die ZeitOase österlich geschmückt und süße Überraschungen für das Osterkaffee mit den Dank-Stifter:innen gebacken. Leider mussten wir alle darauf in diesem Jahr verzichten und zuhause bleiben.

So blieb mir nichts anderes, als allen einen schriftlichem Ostergruß mit ein paar aufbauenden Worten sowie einem beiliegendem Brief unseres Vorstandes zu senden. Aber ganz unkulinarisch konnte dieses Osterfest doch nicht gefeiert werden... Also wurden aus etlichen Eiern, einigen Kilo Mehl, Quark und anderen Zutaten kleine süße Osterbrote gebacken. Der beliebte Eierlikör wurde in Ermangelung von Ausschankmöglichkeiten in der ZeitOase kurzerhand in viele Muffins verbacken, mit Ostereiern in Tütchen verpackt und mit Grußanhängern versehen.

So landeten dann diese kleinen Osterüberraschungen vor den Türen vieler Dank-Stifter:innen und der Bewohner:innen des Betreuten Wohnens im Weserwohnpark.

Wer bei diesem Mal nicht auf dem Verteiler stand, der wird demnächst anderweitig überrascht – denn das kann man sehr wohl auch ohne den Anlass des Osterfestes. Die Telefone liefen heiß über Ostern – es wurde ganz viel miteinander telefoniert und sich so gegenseitig ein wenig über die Kontakteinschränkungen hinweggeholfen.

Da wird sogar fast täglich von einem Patentandem gemeinsam übers Telefon gekniffelt;)
Vom Gartenstuhl vor dem Pflegeheim aus mit einem Bewohner der am offenen Fenster sitzt ein Plausch gehalten.

Man wird schon recht erfinderisch in dieser Zeit und passt sich verantwortungsvoll den Begebenheiten der Situation an.

Auch die Koordinatorinnen und der Vorstand stehen trotz Entfernung in Kontakt zueinander.

Eines hat sich herausgestellt, der Spruch: „Aus den Augen aus dem Sinn“ trifft auf die große Stiftungsfamilie NICHT zu!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihre Cornelia Walther

Jung wird plötzlich alt

AlterssimulationJetzt können sich Joshua und Noah vorstellen, wie beschwerlich vieles durch altersbedingte Einschränkungen sein kann. Die beiden Praktikanten der Cuxhavener ZeitOase konnten mittels eines Alterssimulationsanzuges sich in wenigen Minuten von jungen 16 Jahren in den Körper eines Hochbetagten einfühlen. Der Anzug machte sie nicht nur 25 kg schwerer, sondern ist zusätzlich mit Gewichtsmanschetten an Fuß- und Handgelenken, Halskrause, Kniemanschetten und einer schweren Weste versehen. Zur alterssimulierenden Ausstattung gehören außerdem:

  • Schuhe, die Gangunsicherheit simulieren,
  • Handschuhe, die auch die Feinmotorik der Hände beeinflussen
  • Ohrenschützern, die das hören erschweren,
  • verschiedenen Brillen, die das Sehvermögen verändern.

Und dann ging es los:

  • Treppensteigen, sonst kein Problem für die Jungs – jetzt hätten sie am liebsten schon vom Erdgeschoss bis zur 1 Etage den Fahrstuhl benutzt.
  • Laufen – ohne Rollator oftmals kaum möglich.
  • Etwas von hoch oben aus dem Schrank holen, Wäsche aufhängen – die alltäglichsten Verrichtungen werden so im wahrsten Wortsinn viel schwerer.
  • Nach dem Sitzen wieder aus dem Sessel aufstehen – dass das so schwer sein kann.
  • Lesen? Alles ist viel zu klein geschrieben. Kein Wunder dass alte Menschen oft eine Lupe brauchen oder sich vorlesen lassen.
  • Ah, darum hört Oma oftmals das Telefon oder die Klingel nicht und deshalb hat sie ihren Fernseher immer so laut an.

Nach dieser Erfahrung haben die beiden fitten Jugendlichen nun einen Eindruck von den Hürden, die viele alte Menschen im Alltag zu bewältigen haben. Sie haben nun noch mehr Verständnis und werden sicher den Senior:innen gegenüber noch hilfsbereiter agieren als zuvor. Jetzt konnten sie ja am eigenen Leibe spüren, wie das sich anfühlen kann!

Beide waren sichtlich erleichtert, als sie nach Ablegen des Anzuges wieder jung, beweglich und im wahrsten Sinne des Wortes unbeschwert waren.

Was wir außerdem durch diese Aktion lernten: Ein funktionierendes Netzwerk macht vieles möglich. Über den Verein „Wege aus der Einsamkeit“ in Hamburg – durch den wir vor einigen Jahren mit einem Preis für „Zuhause hat Zukunft“ ausgezeichnet wurden, entstand der Kontakt zu „Kulturisten Hoch 2“. Unser Dank gilt dem Verein. Sie liehen uns das Equipment für diese interessanten Erfahrungen aus. Transportiert von Hamburg nach Cuxhaven hat den Anzug namens „GERT“ – schließlich der Freund einer Freundin namens Holger. Danke auch dafür.

Auch hier gilt „Gemeinsam sind wir stark!“

Jung trifft Alt

Jung und AltSeit Januar 2020 freuen wir uns in der ZeitOase Cuxhaven über 2 junge Menschen, die ihr Schulsozialpraktikum bei uns absolvieren.

Schon an mehreren Nachmittagen nahmen Joshua und Noah an unseren Begegnungen in der ZeitOase teil.

Ob nun beim Begrüßen und Jacken abnehmen, beim Kaffee einschenken und Kuchen verteilen – die Jungs sind ganz selbstverständlich dabei. Sie sitzen mit in den Spielerunden bei verschiedenen Gesellschaftsspielen, geben bei Bedarf auch dort Hilfestellung. Sie lachen und klönen mit den Senioren und berichten unseren neugierigen Dank-Stifter:innen auch mal aus ihrem Leben. Der Alltag, den die beiden Jungen schildern, ist doch ganz anders ist als der unserer Senior:innen früher. Auch auf unsere Fragen zu ihren Zukunftsplänen geben die beiden Schüler bereitwillig Auskunft.

Einige unserer Senioren sind den Jungs dankbar für ihre Hilfe bei Problemen rund um das Internet und den Fragen zu Funktionen auf ihren Smartphones. Die sollen eigentlich bei unseren Begegnungen in den Taschen bleiben. Denn das reale Miteinander – die gemeinsam verbrachte Zeit- ist viel zu wertvoll, um sie nicht intensiv zu nutzen. Ausnahmen für Hilfestellung und Erklärungen durch die beiden Praktikanten sind aber legitim – wenn wir nun schon einmal mit Experten im Gespräch sein können.

Das Miteinander Jung und Alt klappt wunderbar und wir empfinden es als eine Bereicherung. Auch beim Aufräumen und Reinigen der ZeitOase unterstützen Joshua und Noah die Zeit-Stifterinnen – kurzum: Sie gehören schon richtig dazu;)

Wenn alles klappt, werden demnächst beide mit Hilfe eines Alterssimulations- Anzuges erleben können, wie beschwerlich doch einige Dinge durch altersbedingte Einschränkungen sind.

Wir sind gespannt darauf!

Kerzenzeit und Behaglichkeit in der ZeitOase

Weihnachten 19Die Zeit-Stifterinnen haben auch in diesem Jahr im Dezember in der ZeitOase für eine adventlich-weihnachtliche Stimmung gesorgt.

Die Dank-Stifter:innen genossen die stimmungsvolle Dekoration des Raumes, in dem auch schon 3 Wochen vor Weihnachten der Christbaum erstrahlte. Bei Weihnachtsliedern, Geschichten und Gedichten, weihnachtlichem Gebäck und Glühweinduft kam bei allen die besondere weihnachtliche Stimmung und Vorfreude an.

Wie groß war da erst die Freude in den Mittagsstunden am Heilig Abend, als 30 Dank- und Zeit-Stifter gemeinsam an festlich gedeckter Tafel ein Festessen einnahmen, gemeinsam Erinnerungen austauschten, die altbekannten Lieder sangen fröhliche und besinnliche Geschichten hörten!

Die wunderbare freudige Stimmung, das Gefühl des Zusammengehörens nahmen später alle mit nach Hause, nachdem man zum Abschluss voller Inbrunst „Stille Nacht „ und „Oh du fröhliche“ gesungen hatte.

So muss Weihnachten sein!

Wenn aus Fremden Freunde werden

Wenn aus Fremden Freunde werden 9 19Wie alles begann:

Im August 2014 lud ich einige an einer ehrenamtlichen Tätigkeit interessierte Damen in die neu gegründete ZeitOase in Cuxhaven ein. Schon war das Zeit-Stifterteam geboren.

Einen fröhlichen Ort der Begegnung für Menschen, die viel alleine sind, wollten wir gemeinsam schaffen. Schon im September 2014 kamen dann die ersten Senioren, unsere Dank-Stifter:innen, in die ZeitOase.

Es wurde gemeinsam an der Kaffeetafel geklönt und sich beschnuppert. Schnell lernten sich alle besser kennen, erfuhren viel über den und die anderen und die Dank-Stifter:innen fassten Vertrauen zu den Zeit-Stifterinnen. Ein zweiter wöchentlicher ZeitOasentag mit gemeinsamen Mittagessen kam schon ab 2015 hinzu.

Immer größer wurde der Kreis und die miteinander geteilte Zeit war für alle eine Bereicherung, die schon bald fest zum Leben von uns allen – egal ob unserer Zeit- und Dank-Stifter: in gehörte. So wurden im Laufe von 5 Jahren aus vielen Fremden Freunde.

Unter diesem Motto sollte nun auch das kleine Jubiläum (5 Jahre ZeitOase Cuxhaven) gefeiert werden.

Aber nicht nur die Cuxhavener Dank- und Zeit-Stifter, Familienangehörige und Freunde wollten diesen Tag gemeinsam erleben, sondern auch die Zeit-Stifter:innen der ZeitOasen Magdeburg, Torgau und Salzatal und natürlich der Stifter Herr Diehl und Vorstand Frau Dr. Lorek reisten nach Cuxhaven.
So wurde es ein großes „ZeitOasen-Familienfest“, das allen, die dabei waren, sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ob nun bei der musikalischen Begrüßung oder mit Vorträgen in Nordischem Humor, mit einem Fischbuffet oder der Dekoration – alles hatten die Cuxhavener besonders zu Ehren der auswärtigen Gäste ein wenig maritim gestaltet. So sah man die Stiftung auch einmal aus maritimer Sicht:
Herr Diehl als Stifter wurde zum Reeder, aus den ZeitOasen wurden Schiffe, aus dem Vorstand der Lotse, aus den Koordinatorinnen Kapitäne, aus Zeit-Stiftenden die Besatzung und aus den Dank-Stiftenden werden die Passagiere. Die Standorte sind die unterschiedlichen Heimathäfen mit den Ankerplätzen. Auf Schiffen muss man sich aufeinander verlassen können. Gerät jemand in Not, sollte stets jemand da sein, der ihm einen Rettungsring zuwirft. Bei Flaute, wenn nichts mehr geht, sollten alle gemeinsam rudern. - So wird es auch in den ZeitOasen gelebt und so geht auf der gemeinsamen Lebensreise keiner unter.

Schon am Vortag und am Samstagvormittag hatten die angereisten Zeit-Stifter:innen Gelegenheit den Strand, das Watt, Ebbe und Flut zu erleben, Seeluft zu schnuppern und per Bus Cuxhaven kennen - und vielleicht auch lieben zu lernen.
Von wegen, die sturen Norddeutschen – schnell waren alle miteinander im Gespräch, konnten fröhlich gemeinsam singen und wunderbare Stunden in der großen Gemeinschaft verbringen. Da war keine Fremdheit – denn alle eint ja das gleiche Ziel, auch wenn es vielleicht in jeder ZeitOase anders erreicht wird: Zeit miteinander teilen, dadurch mehr Lebenswert erfahren und dann sagen und mit dem Stiftungslied singen können:

„ Wenn aus Fremden Freunde werden, ist das wunderbar!“
Ich bin dankbar zu dieser großen Familie zu gehören!

Cornelia Walther Koordinatorin ZO Cuxhaven

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.