Hier können Sie einen kleinen Einblick in die Arbeit unserer ZeitOase® Torgau gewinnen.

NEUES - In Zeiten von Corona

Die Türen zur ZeitOase in der Spitalstraße in Torgau sind seit einigen Wochen verschlossen, bedingt durch den Virus, der die gesamte Welt in Atem hält. Im Dornröschenschlaf schlummert unsere ZeitOase dennoch nicht, das Gegenteil ist der Fall. Freude und Sorgen miteinander teilen, Gespräche führen, einander im Blick haben findet derzeit einfach in anderer Weise statt.
Sich nicht treffen zu können machte traurig, zugleich aber erfinderisch, die staatlich verordnete Distanz schaffte auf andere Art tatsächliche Nähe. Die wöchentlichen Zusammenkünfte in der ZeitOase fallen aus, erstaunlich aber, wie fantasievoll wir uns als Stiftungsfamilie gegenseitig überraschen. Täglich gehen von früh bis spät Anrufe hin und her, niemand ist vergessen. Jeder und jede unserer Stiftungsfamilie erhält seither wöchentlich einen Brief, inzwischen liebgewordenes Ritual. Wer hatte, spendete Stoffe, Gummi und Schrägband, eine unserer hochbetagten Zeitstifterinnen nähte daraus Gesichtsmasken, andere arbeiteten zu. Über 300 Masken sind inzwischen entstanden und haben bereits dankbare Träger gefunden. Daraus ergaben sich sogar neue soziale Kontakte.
Fazit: Zum Helfen und Mitdenken und sich Einbringen ist niemand zu alt.
„Jeder und Jede ist wichtig, auf niemanden können wir verzichten“ hat die Bundeskanzlerin neulich in einer Ansprache gesagt.
Es stimmt, JEDE und JEDER ist wichtig. Jeder einzelne Beitrag ist Teil des Mosaiks, damit es uns im Kleinen und als Gemeinschaft gut geht.
Wir schauen trotz Isolation auch künftig über den Tellerrand und leisten als Stiftungsfamilie sehr bewusst unseren gesellschaftlichen Beitrag.

Bleiben Sie gesund!
Von Herzen frohe Ostern wünscht
Christine KewitzOstern 20

Deutsche Küche kann (fast) jeder ...

Bildschirmpräsentation Deutsche Küche kann fast jeder

"Kümmerer" vor Ort - Teil 2

Bildschirmpräsentation Kümmerer vior Ort

Tanzen - ein Geheimnis der "Lebens" - Freude

Bildschirmpräsentation Tanzen

Sommerzeit - Saure Gurkenzeit? Nicht bei uns!

Sollte jemand in unserer ZeitOase das SomK800 IMG 1976merloch vermuten, irrt. Eines unserer Vorhaben ausfallen   zu lassen steht nie zur Debatte. „Je oller, je doller“ behauptet der Volksmund, diese Feststellung kommt sicher nicht von ungefähr. K800 20190619 181057 2

Gut gerüstet und mit reichlich Getränken ausgestattet machten wir uns beispielsweise auf den Weg nach Graditz.Trotz Wärme war es von A bis Z samt Kremserfahrt und Pferdebeschau ein fröhlicher Nachmittag. K800 IMG 1987Prächtige Vierbeiner gab es zu bewundern. Stuten mit ihren quirligen Rackern zu sehen – auch das war Besonders. Dank der Gestütsverwaltung und Dank fleißiger Helfer fanden wir zum Picknicken unter einer großen Eiche ein lauschiges Plätzchen. Schön wars.


Ernst Riedel, einer unserer Zeitstifter, feierte in unserer Oasenrunde seinen 80. Geburtstag. Ein gemütliches Fest, das nicht nur ihm und seiner Familie in guter Erinnerung bleibt. K800 20190614 103948
Einen kurzweiligen Nachmittag gestalteten uns zwei Therapie-Clowns aus Leipzig mit Musik und Tanz und ganz viel Spaß.

 

K800 IMG 0022Unbestritten die nachhaltige Kraft des Humors. Das zu erleben tat allen gut – den Ältesten ging genauso das Herz auf wie den Jüngsten. Einige Großmütter hatten nämlich ihre Kindergartenenkelinnen dabei.K800 K800 20190529 155646
Schließlich stand vor den Ferien noch das Abschiednehmen von der 4. Klasse der Grundschule An der Promenade an. Die Schülerinnen und Schüler kamen mit beiden Lehrerinnen, um sich nach zweieinhalb Jahren mit Tanz und gebastelten Schmetterlingen zu verabschieden.K800 20190626 143309 2Als sie gingen, ließen sie viele herzliche   Wünsche zurück und nahmen unsere guten Wünsche für ihren weiteren Lebensweg mit.K800 20190626 143541 2
Danke an die Schulleitung, Danke an die Lehrerinnen und Danke den Schülerinnen und Schülern für die regelmäßigen Überraschungsbesuche in der ZeitOase. Wäre schön, wenn wir den einen oder die andere in unserer Runde wieder begrüßen dürfen.
Für Alt und Jung bleibt die Einladung bestehen: unsere Tür steht jedem, der Lust hat, offen.

 

Kümmerer vor Ort

„Es muss vorgelebt werden!“ „Soziales Kümmern“ ist ein Projekt des Landratsamtes, das ländliche Regionen lebenswert halten soll
VON TZ-CHEFREDAKTEUR SEBASTIAN STÖBER
TORGAU/NORDSACHSEN. Der Fakt ist unumstößlich: Nordsachsen wird immer älter. Schon vor Jahren hat die Kreisverwaltung beschlossen, das nicht bloß zu akzeptieren, sondern mit einer zentralen Strategie die Folgen aktiv anzugehen. Auf Grundlage dieser Strategie – dem „Seniorenbezogenen Leitbild“ wird bereits konkret gearbeitet. Aktuellstes Beispiel: Das Projekt „Soziales Kümmern vor Ort unterstützen“. Ende Mai trafen sich in dessen Rahmen an verschiedenen Standorten des Landratsamtes Menschen, die eines eint: In ihren Heimatorten kümmern sie sich um die Belange der Bewohner oder sie sind Ansprechpartner für die, die sich kümmern. „Das waren Leute aus Sportvereinen oder Heimatvereinen, aber auch Vertreter professioneller Strukturen wie Volkssolidarität, ASB oder AWO sowie Mitarbeiter von Verwaltungen“, berichtet Brit Gruhne, Sozialplanerin des Landkreises. Sie ist direkt der Sozialdezernentin unterstellt und mit der Mammutaufgabe betraut, das von ihr maßgeblich mitentwickelte Seniorenleitbild in allen Bereichen der Kreisverwaltung zu verankern – vom Sozialen über Infrastruktur bis zur Mobilität.
Soziale Hausmeister
Die Inspiration für das nordsächsische Kümmerer-Projekt holte sich Brit Gruhne aus Chemnitz. „Bei meinen Recherchen bin ich auf die ,sozialen Hausmeister‘ gestoßen“, berichtet sie. Diese seien für ältere Mieter Ansprechpartner Nummer 1 und Vertrauensperson, würden sich auch um Belange kümmern, die das Wechseln einer Glühbirne überschreiten. Weil die Strukturen im ländlichen Raum andere sind als in der Großstadt, kam eine Übernahme 1:1 nicht in Frage. Allerdings konnte der Verband Sächsischer Wohnungsbaugenossenschaften von der Kreisverwaltung als Projektpartner gewonnen werden. Die gemeinsam entworfene Umsetzungsidee für Nordsachsen präsentierte Brit Gruhne schließlich den Kommunen des Kreises. Ihre Kernbotschaft: „Wir wollen ganz nah an der Basis sein. Nur wenn unsere Angebote bei den Menschen direkt ankommen, werden wir erfolgreich sein.“
Nicht im luftleeren Raum
Die Reaktionen seien in der Breite sehr positiv ausgefallen, erinnert sie sich. Es habe aber auch kommunale Verwaltungen gegeben die Null Interesse signalisierten. Die Sozialplanerin hält das für falsch. „Wenn wir uns anschauen, in welche Richtung sich die Bevölkerung in den
kommenden Jahren verändern wird, ist die Schaffung stabiler sozialer Strukturen in den Kommunen eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge“, sagt sie. Das funktioniere aber nur, indem die Bevölkerung einbezogen werde. „Die Impulse dazu müssen auch von den Kommunen kommen, es muss vorgelebt werden.“ Brit Gruhne argumentiert damit nicht im luftleeren Raum. Ihre Erkenntnisse leiten sich aus einer Befragung ab, an der rund 1000 Nordsächsinnen und Nordsachsen ab einem Alter von 50 Jahren teilgenommen haben. Für das seniorenbezogene Gesamtkonzept wurden sie sehr detailliert unter anderem nach ihren Vorstellungen befragt, worauf sich Lebensqualität im Alter und auf dem Land begründet. Der Freistaat sieht das im Übrigen genauso und hat die Aktivitäten des Landkreises Nordsachsen, die auf dem Seniorenleitbild fußen, ordentlich finanziell ausgestattet. Die Sozialplanerin des Landkreises betont
aber, dass das Kümmerer-Projekt auch nach dem Auslaufen einer externen Finanzierung weitergeführt werden kann. „Diese Nachhaltigkeit war uns sehr wichtig.“ Nach dem gelungenen Premierentreffen im Mai steht zudem außer Frage, dass auch eine entsprechende Nachfrage existiert.


K800 IMG 20190522 115109
Genutzt haben die Kümmerer diese Termine natürlich zunächst, um sich auszutauschen. „Das war ein ganz konkrete Erwartung der Gäste“, weiß Brit Gruhne. Sie stellte das Projekt vor und auch den Ablauf, der drei weitere Treffen mit verschiedenen Schwerpunkten in diesem Jahr vorsieht. Schwerpunkt der ersten Runde war das Wohnen im Alter. „Die Veranstaltungen sind so konzipiert, dass Praxisbeispiele vorgestellt wurden, wir inhaltlichen Input zum Thema und die bereits im Landkreis vorhandenen Strukturen vermitteln konnten“, erklärt Brit Gruhne. „Die Leute waren überrascht, wie viele unterschiedliche Fördermöglichkeiten es für altersgerechtes Wohnen gibt und dass wir im Kreis Wohnraumberater haben, auf die jeder kostenneutral zugreifen kann.“ In Kürze erscheint die Broschüre „Ein Leben lang zu Hause wohnen“. Darin sind die wichtigsten Infos dazu zusammengefasst.
Auf Schloss Hartenfels konnte Nordsachsens Sozialplanerin Brit Gruhne rund 30 Interessierte zur lokalen Auftaktveranstaltung des Projekts „Soziales Kümmern vor Ort unterstützen“ begrüßen. Identische Veranstaltungen gab es auch andernorts im Landkreis. Mit Hilfe des Projekts sollen Menschen gefördert und unterstützt werden, die sich hauptberuflich und/oder in ihrer Freizeit um andere Menschen kümmern, beispielsweise in Vereinen oder Selbsthilfegruppen.
Fotos: Landratsamt/Alexander Bley

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.