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Hier können Sie einen kleinen Einblick in die Arbeit unserer ZeitOase® Magdeburg gewinnen.

Erntedank

Erstellt: 09. Oktober 2026

Schon öfter habe ich an dieser Stelle von unseren „bunten“ Nachmittagen in der ZeitOase berichtet. Auch heute möchte ich Sie teilhaben lassen an der Lebensfreude, die hier in den vergangenen Septemberwochen und Anfang Oktober sichtbar und spürbar gewesen ist.
Eine Sonne strahlt über einer Erde. Im Sonnenlicht erscheint alles um uns herum heller und wärmer. Davon haben wir uns förmlich anstecken lassen. Nach dem Kaffeetrinken am großen Tisch drinnen verlagerten wir unser Zusammensein an einigen Mittwochen in den „goldenen Saal“ des Gartens.
Unseren diesjährigen Erntekorb beschreibe ich so: Er ist gefüllt mit den Dingen, die wir für unser tägliches Wohl brauchen. Brot und die Erträge der Felder und Gärten nehmen wir dankend an. Außerdem haben wir symbolisch unsere Erdkugel mit dazu gelegt und die Stimmen der Menschen, die hierher in die ZeitOase kommen aus der Ukraine, aus dem Niger, aus Kamerun, aus Syrien, aus Deutschland. Wir alle leben auf dieser einen Erde und wir teilen unsere Lebenszeit. Danke für die Stunden, die uns das Herz froh machen. M. Diehl

Erntedank

 

Apéro

Erstellt: 16. September 2026

In einigen unserer Nachbarländer gibt es den Apéro als geselligen Anlass mit Getränken und kleinen Snacks wie Nüssen, Oliven und Fingerfood.
So erlebte ich es während unserer Ferientage in Frankreich: Man trifft sich im Freundeskreis am späten Nachmittag, um zu erzählen und sich auszutauschen. Es ist schön, Menschen wiederzusehen, die man nur selten trifft. Es ist ebenso gut, neue Menschen kennenzulernen. Und genauso tut es gut, im vertrauten Kreis sich für eine Weile vor dem Tagesausklang zusammenzusetzen. Andere Gedanken und Ansichten zu hören und auf unsere Welt aus verschiedenen Perspektiven zu schauen, das finde ich wohltuend und anregend.
Nicht nur im Urlaub sollten wir dies praktizieren, so dachte ich und nahm die Anregung für einen Apéro mit nach Hause. Beim Decken des Tisches in der ZeitOase für unser erstes Treffen nach der Sommerpause wurde mir bewusst, dass wir den Apéro in unserem Stiftungsalltag eigentlich immer praktizieren.
Wir treffen Menschen, mit denen wir gern zusammen sind. Wir möchten gegenseitig im „Bilde bleiben“, wie es uns geht. Wir heißen diejenigen willkommen, die neu in unserer Gemeinschaft sind. Mit Herz und Händen tragen wir alle dazu bei, eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Ein besonderes Markenzeichen unseres Apéros ist, dass wir Frauen und Männer aus dem Bischof-Weskamm-Haus abholen, die den Weg zu uns nicht allein bewältigen können.
Wir gehen gemeinsam einen Weg – und nicht nur montags, mittwochs oder freitags …
M. Diehl

Apèro

Im Sommerwind

Erstellt: 13. August 2026

Für einige Minuten tanzend über der Wiese schweben.
Für einige Augenblicke Leichtigkeit empfinden und sich nach einer schönen Melodie bewegen.
Für einige Momente den Sommer in seiner Fülle einatmen.
Das alles schenkte uns Susi Holfeld mit ihrer Einladung am 22. Juli 2026, mitten auf der Wiese vor der ZeitOase im Sitzen zu tanzen, gemeinsam zu singen, Tücher zu schwingen und pure Lebensfreude zu empfinden.
Vielen Dank dafür. Wir freuen uns darauf, bald wieder einmal unsere Flügel wie Schmetterlinge schwingen zu lassen.
M. Diehl

Im Sommerwind

Mit Schirm, Charme und Melone

Erstellt: 09. Juli 2026

Ein Schirm diente als Symbol für das diesjährige Sommerfest der ZeitOase Magdeburg. Schon in der Antike nutzten die Menschen einen Schirm als Schutz vor brennender Sonne. Bei uns in Europa findet er eher Verwendung als Regenschirm.
Für unser Fest wählte ich ihn als Bild für die Geborgenheit, die der Schirm der Stiftung und der Gemeinschaft von Menschen in unserer ZeitOase verleiht. Bunte Schirme als Dekoration erinnerten uns an den bunten Stiftungsalltag: jüngere und hochbetagte Menschen treffen sich hier, Schüler:innen und Student:innen. Manchmal sind Kinder da und immer wieder Menschen in den vergangenen 23 Jahren aus ganz verschiedenen Ländern dieser Erde. Meine Idee war erst, eine Schirmherrin oder einen Schirmherren für dieses Fest zu küren. Aber nein, diesen Gedanken habe ich schnell verworfen.
Ich lud alle Gäste ein, über jemandem im bildlichen Sinne den Schirm zu halten, wie wir es mitunter an Montagen oder Mittwochen auf dem Weg vom Heim hierher bei Regenwetter tun. Wir sollten einem anderen Menschen sagen, wie gut es ist, dass sie oder er mit hier ist. Unsere Zugewandtheit, unser offenes Ohr und unser verstehendes Herz seien wie ein schützender Schirm.
Ich mache das ganze Jahr über Pläne, wann, was und wo es stattfindet: Kaffeetrinken, Erzählen, Spielen, Gottesdienste. Doch ich allein kann die Arbeit nicht tun. Viele helfende Hände, Füße und Herzen sind nötig, um die Pläne Wirklichkeit werden zu lassen. Wir alle beschenken uns gegenseitig mit unserer Zeit. Manche Frauen und Männer tun es, indem sie diejenigen hierherholen, die den Weg nicht allein bestreiten können. Während einige auf dem Weg sind, decken andere den Tisch und kochen den Kaffee. ZeitOase bedeutet ja in gewisser Weise ZUHAUSE für uns. Damit wir uns wohlfühlen und gut versorgt sind, bedarf es einer Schar von Schirmherrinnen und Schirmherren. Viele einzelne Schirme bilden ein großes, wohltuendes und stabiles Gebilde.
Danke für ein wunderschönes Fest mit Schirm, Charme und … Melone! M. Diehl

Mit Schirm Charme und Melone

Maientage

Erstellt: 04. Juni 2026

Mit altbekannten Liedern haben wir den Mai am 29. April 2026 herbeigesungen. Buchstäblich gingen wir durch das grüne Gras vor der ZeitOase, um „ein‘ Mai zu hauen“.
Den Wetterkapriolen hatten wir im gesamten Wonnemonat dann etwas entgegenzusetzen: Wir haben Regenwolken mit viel positiver Energie einfach weggeschoben. Ich übertreibe nicht mit meiner Feststellung, dass jedes Treffen in den letzten Wochen ein kleines eigenes Frühlingsfest gewesen ist.
Genauso war es auch am Himmelfahrtstag (14. Mai). Da kein Grillwetter in Aussicht stand, ließen wir uns die verschieden Salate, Würstchen und Weinblätter in unseren vertrauten vier Wänden gut schmecken. Selbstgebackener Kuchen verwöhnte die Gaumen. Und der heiße Kaffee tat richtig gut. Die dicken Regenwolken hängten wir nachmittags wieder einmal zum Trocknen in die Sonne. Siehe da: Zur Waldmeisterbowle wurde uns eine Festtagsabendsonne gereicht.
Herzlichen Dank für alle Ideen und für alles Mittun bei einem jeden Maitreffen! M. Diehl

Collage Mai 2026

Unbefristet

Erstellt: 21. Mai 2026

„Herr Fouad Altinawi kam durch Vermittlung der Freiwilligenagentur Magdeburg in die ZeitOase. Er suchte einen Ort, um Menschen in dieser Stadt kennenzulernen. Einerseits war er gewillt, die deutsche Sprache besser zu erlernen. Andererseits suchte er nach einer Möglichkeit, um hilfsbedürftigen Menschen mit Herz und Händen zur Seite zu stehen.
Sprachbarrieren bestehen auch nach vier Jahren immer noch. Aber Fouad bemüht sich bei jedem Treffen, mit uns ins Gespräch zu kommen. Er unterstützt uns in der Arbeit, indem er z.B. alte Menschen vom Pflegeheim abholt und zu den Stiftungsnachmittagen in die Harsdorfer Straße im Rollstuhl schiebt. Mit seiner aufgeschlossenen freundlichen Art gelang ihm schnell, das Vertrauen der Menschen in der Stiftungsgruppe zu erwerben. Er ist aufmerksam und umsichtig im Umgang mit älteren und kranken Menschen. Wir schätzen sehr seine Zuverlässigkeit.
Mit großer Begeisterung leistete er sehr viele ehrenamtliche Stunden. Für alle geschenkte Zeit, für seine Freundlichkeit und Hilfe danken wir Herrn Altinawi.
Unsere Stiftungsarbeit kann nur durch ehrenamtliches Engagement gelingen. Jede Stunde zählt.
Als Koordinatorin der ZeitOase und im Namen aller, die in unserer Stiftung mitarbeiten, wünsche ich Herrn Fouad Altinawi und seiner Familie, dass sie in Magdeburg eine wirkliche neue Heimat finden und dass die gewachsenen persönlichen Beziehungen dafür ein tragendes Fundament sein können.“

So lautete mein Referenzschreiben für unseren syrischen Freund Fouad Altinawi, als er sich nach vierjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit in der Zeitoase „abmeldete“, um 2023 eine Arbeit in einer Magdeburger Firma anzunehmen. Der Schritt in die Erwerbstätigkeit war sehr wichtig für ihn und für seine Familie. Wir haben ihn nicht vergessen. Im Gegenteil: Über WhatsApp blieben wir bis zum jetzigen Zeitpunkt in Kontakt. Und die Bilder von fröhlichen, mitunter auch ernsten Gesprächsrunden, sein unermüdlicher Einsatz beim Nähen von Masken in der Anfangszeit der Coronaepedemie, seine Wege mit Rollstuhlfahrer:innen und auch seine Bemühungen in einer Patenschaft zum Erlernen unserer Sprache sind immer lebendig geblieben.
In der vergangenen Woche am 22. April stand er wieder in unserer Tür. Wiedersehensfreude. Kennenlernfreude. „Mein Arbeitsvertrag war befristet“, so erklärte er uns seine Wiederkehr. Und nun ist er offiziell auch vom Alter her Pensionär.
Herzlich willkommen, lieber Fouad, bei uns sind Deine Mithilfe und Dein Dabeisein unbefristet!
M.Diehl

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