Hier können Sie einen kleinen Einblick in die Arbeit unserer ZeitOasen gewinnen.

Blitzlichter während der Corona-Pandemie

Flinke Nadel
Ganz spontan bildete sich ein international besetzter Nähzirkel. Zeit-Stifter:innen aus Syrien, aus Afghanistan und aus dem Iran nähten Mundschutztücher, um diese an Mitmenschen zu verteilen. Das Klischee von reiner Frauentätigkeit war sehr schnell hinfällig für uns. Die Männer können es genauso gut! Insgesamt wurden an mehreren Nachmittagen in fröhlicher Runde 250 Masken hergestellt.

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Blitzlichter während der Corona-Pandemie

Erwischt
Bernhard Beier ist sehr aufmerksam und umsichtig und sieht Dinge, die repariert werden müssen. Es passiert immer wieder (wie hier am 6. Mai 2020), dass er „fast unbemerkt“ am Werkeln ist. Manchmal ist er schneller als wir die Bitte um Hilfe ausgesprochen haben. Den Aushang der ZeitOase hat er in den vergangenen Monaten mehrmals ausgetauscht oder repariert, nachdem er immer wieder von Unbekannten beschädigt wurde.

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Von ZeitOase zu ZeitOase – so geht Zusammenhalt!

Mundschutz aus Torgau

Vor ein paar Tagen kam ein Päckchen aus „dem Osten“ in Cuxhaven an. Inhalt: 50 mal Mund-Nasen-Maske.

Genäht und gestiftet von der Torgauer ZeitOase!

Unter vielen verschiedenen Mustern und Farben und auch etwas unterschiedlich in der Größe konnte ich nun aussuchen, welche Maske wohl für wen passend ist. Für die Herren in blau oder weiß, für die Damen in frischen Frühlingsfarben. Für die zierlichen Menschen die kleineren, für die kräftigeren die größeren.

Einkuvertiert, ein kleiner Brief dabei und ab damit in die Briefkästen der Cuxhavener Zeit- und Dank-Stifter:innen.

Viele Anrufe und Nachrichten erreichten mich inzwischen – alle mit einem Dankeschön und herzlichen Grüßen nach Torgau. Kennen doch alle die fleißige Näherin von unserem Jubiläumsfest im September, zu dem auch Hermine Diehl in ihrem 90. Lebensjahr in Cuxhaven war. Sie „unterhält“ derzeit mit ihrem Mann Josef in Torgau die größte ehrenamtlich Maskennähstube, in der täglich bis zu 9 Stunden geschnitten, gebügelt und genäht wird.

Diese Aktion zeigte allen noch einmal, dass nicht nur gute und fröhliche Zeiten miteinander geteilt werden, sondern wir auch in schwierigen Zeiten füreinander da sind. Das macht das Besondere der großen Stiftungsfamilie aus.

Danke, dass wir dazu gehören dürfen!

Im Namen der Dank- und Zeit-Stifter:innen aus Cuxhaven

Cornelia Walther

Klingender Ostersonntag 2020

„Leise zieht durch mein Gemüt liebliches Geläute,
klinge, kleines Frühlingslied, kling‘ hinaus ins Weite.“
Für eine Stunde verwandelte sich der Innenhof des Bischof-Weskamm-Hauses am Ostersonntagnachmittag zur Bühne für ein kleines Frühlingsorchester. Da wir in diesen Wochen niemanden in die ZeitOase einladen können, gestalteten Regina Lorek, ihre beiden Töchter Magdalena und Leonore sowie Peter Benkewitz und Norbert Diehl für die Bewohner:innen des Pflegeheimes und des Betreuten Wohnens ein gemeinsames Singen. Die Musiker:innen saßen und standen draußen rings um den Brunnen und die Töne klangen hinauf zu den Balkonen, Fenstern und Türen des Pflegeheimes.
Nicht nur leise war das „Geläute“ von Klavier, Gitarre und Geige und der Gesang aus dem Hof und vom „hohen Chor“ der betagten Menschen von den Balkonen der Wohnbereiche. Am Ende wurde bei „Veronika, der Lenz ist da“ nicht nur kräftig mitgesungen, sondern auch mitgeklatscht. Die vertrauten Lieder klangen im wahrsten Sinne des Wortes mit großer Hingabe und Freude hinaus ins Weite und schafften zugleich eine Brücke in die Herzen.
Danke für diese schöne Gemeinschaft unter sonnigem Osterhimmel, die ein Stückchen Weite, Freiheit und Verbundenheit in dieser entbehrungsreichen Krisenzeit stiftete. M. Diehl

Klingender Ostersonntag 20 BWH

Kontakt auf Distanz!

Ostern 20Keine Begegnungen in der ZeitOase seit einigen Wochen bedeutet nicht, dass es keinen Kontakt miteinander gibt.

Seien es nun durch Briefe, ein paar Worte von Bürgersteig zu Fenster, ein kleiner Schnack über den Zaun am Grundstücksrand, natürlich telefonieren – auch mal ein Geburtstagsständchen durchs Telefon. Fotos, Gedichte, Nachrichten über WhatsApp. Beruhigend zu wissen, dass es allen gut geht, dass alle versorgt sind.

Wie gerne hätten die Zeit-Stifterinnen und ich auch in diesem Jahr wieder die ZeitOase österlich geschmückt und süße Überraschungen für das Osterkaffee mit den Dank-Stifter:innen gebacken. Leider mussten wir alle darauf in diesem Jahr verzichten und zuhause bleiben.

So blieb mir nichts anderes, als allen einen schriftlichem Ostergruß mit ein paar aufbauenden Worten sowie einem beiliegendem Brief unseres Vorstandes zu senden. Aber ganz unkulinarisch konnte dieses Osterfest doch nicht gefeiert werden... Also wurden aus etlichen Eiern, einigen Kilo Mehl, Quark und anderen Zutaten kleine süße Osterbrote gebacken. Der beliebte Eierlikör wurde in Ermangelung von Ausschankmöglichkeiten in der ZeitOase kurzerhand in viele Muffins verbacken, mit Ostereiern in Tütchen verpackt und mit Grußanhängern versehen.

So landeten dann diese kleinen Osterüberraschungen vor den Türen vieler Dank-Stifter:innen und der Bewohner:innen des Betreuten Wohnens im Weserwohnpark.

Wer bei diesem Mal nicht auf dem Verteiler stand, der wird demnächst anderweitig überrascht – denn das kann man sehr wohl auch ohne den Anlass des Osterfestes. Die Telefone liefen heiß über Ostern – es wurde ganz viel miteinander telefoniert und sich so gegenseitig ein wenig über die Kontakteinschränkungen hinweggeholfen.

Da wird sogar fast täglich von einem Patentandem gemeinsam übers Telefon gekniffelt;)
Vom Gartenstuhl vor dem Pflegeheim aus mit einem Bewohner der am offenen Fenster sitzt ein Plausch gehalten.

Man wird schon recht erfinderisch in dieser Zeit und passt sich verantwortungsvoll den Begebenheiten der Situation an.

Auch die Koordinatorinnen und der Vorstand stehen trotz Entfernung in Kontakt zueinander.

Eines hat sich herausgestellt, der Spruch: „Aus den Augen aus dem Sinn“ trifft auf die große Stiftungsfamilie NICHT zu!

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihre Cornelia Walther

NEUES - In Zeiten von Corona

Die Türen zur ZeitOase in der Spitalstraße in Torgau sind seit einigen Wochen verschlossen, bedingt durch den Virus, der die gesamte Welt in Atem hält. Im Dornröschenschlaf schlummert unsere ZeitOase dennoch nicht, das Gegenteil ist der Fall. Freude und Sorgen miteinander teilen, Gespräche führen, einander im Blick haben findet derzeit einfach in anderer Weise statt.
Sich nicht treffen zu können machte traurig, zugleich aber erfinderisch, die staatlich verordnete Distanz schaffte auf andere Art tatsächliche Nähe. Die wöchentlichen Zusammenkünfte in der ZeitOase fallen aus, erstaunlich aber, wie fantasievoll wir uns als Stiftungsfamilie gegenseitig überraschen. Täglich gehen von früh bis spät Anrufe hin und her, niemand ist vergessen. Jeder und jede unserer Stiftungsfamilie erhält seither wöchentlich einen Brief, inzwischen liebgewordenes Ritual. Wer hatte, spendete Stoffe, Gummi und Schrägband, eine unserer hochbetagten Zeitstifterinnen nähte daraus Gesichtsmasken, andere arbeiteten zu. Über 300 Masken sind inzwischen entstanden und haben bereits dankbare Träger gefunden. Daraus ergaben sich sogar neue soziale Kontakte.
Fazit: Zum Helfen und Mitdenken und sich Einbringen ist niemand zu alt.
„Jeder und Jede ist wichtig, auf niemanden können wir verzichten“ hat die Bundeskanzlerin neulich in einer Ansprache gesagt.
Es stimmt, JEDE und JEDER ist wichtig. Jeder einzelne Beitrag ist Teil des Mosaiks, damit es uns im Kleinen und als Gemeinschaft gut geht.
Wir schauen trotz Isolation auch künftig über den Tellerrand und leisten als Stiftungsfamilie sehr bewusst unseren gesellschaftlichen Beitrag.

Bleiben Sie gesund!
Von Herzen frohe Ostern wünscht
Christine KewitzOstern 20

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