Fußball-Bildungscamp für Flüchtlingskinder

Fit im Kopf und Fuß – ein tolles Ferienprogramm

Sommerferien können für Flüchtlingskinder lang werden, wenn man keine Urlaubsmöglichkeiten hat und kaum Freunde treffen kann. Startet die Schule endlich wieder, merkt man, wie sehr einem die Übung fehlt, Deutsch zu sprechen oder zu lesen bzw. zu rechnen.


Für Abwechslung und Auffrischung der Deutsch- + Mathekenntnisse sorgte das gemeinsame Ferienprogramm der ZeitOase inklusiv und des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt e.V. in der letzten Juli-Woche. Fit im Kopf und Fuß sollten die 20 syrischen, afghanischen und russischen Kinder während des Fußball-Bildungscamps werden. Fünf abwechslungsreiche Tage mit Fußballtraining, einer täglichen Bildungseinheit, guter, gesunder Essensversorgung und ganz viel Spaß + Vergnügen erlebte die Neu-Magdeburger Jugend. Zur Belohnung fürs Lernen trotz Ferien gab es ein Bildungszertifikat und der Erwerb des Fußball-Abzeichens.

Ehrenamtliche Fußballtrainer + Betreuerinnen und ZOI-Koordinatorin Gaby Arens schenkten in dieser Woche den kleinen Kickern mehr als 300 Stunden Zeit. Herr Haese, Chef der Ratsapotheke, unterstützte uns mit einer Finanzspritze zur Finanzierung der Straßenbahnkarten für die Kinder. Die Stadt Magdeburg förderte dieses Angebot als Pilotprojekt für vergleichbare Aktionen im ganzen Stadtgebiet. Eine Fortsetzung wäre angebracht, eigentlich in jeder Ferienzeit möglich und nötig. Das zeigt schon der Blick auf die mancherorts bis zu 15 Prozent "Bildungsverlierer", die mit dem Rucksack ins Leben gehen, keinen Schulabschluss zu schaffen. Wenn man bereit ist, ein bisschen von der Ferienzeit in Bildungszeit zu investieren, wenn dabei auch für Spaß und Sport gesorgt ist, dann gewinnen alle.

Die Bilanz dieser wunderbaren Woche lässt sich sehen: 675 Stunden geschenkte und erfüllte Lebenszeit! Klasse!

ZOI 7 17

Sommerfreude - Lebenslust

Sommerfreude - Lebenslust
Lachen heißt das Leben lieben. Wenn diese Weisheit eines unbekannten Verfassers stimmt, dann war am vergangenen Mittwoch die ZeitOase Torgau voll mit Menschen, die das Leben lieben. Als Sommerfest traditionell in der schönen Natur geplant, trafen sich Zeit-, Dank-, und Sach-Stifter:innen, kurz alle Freunde und Förderer der Diehl-Zesewitz-Stiftung wegen schlechtem Wetters in den Räumen der Spitalstraße. Wer meint, der Himmel voller Tränen hätte die Stimmung getrübt, der irrt. Überall spürte man die pure Lebensfreude und hörte viel herzliches Lachen - vom Kleinkind bis zum über 90-Jährigen, die Begegnung miteinander auf verhältnismäßig engem Raum ließ ein herzliches, offenes Miteinander entstehen. In den Augen vieler konnte man ein Strahlen entdecken, dass man meinen konnte, die Sonne würde doch scheinen. Viele Überraschungen schmückten das Fest, so feierten wir drei Geburtstage, ließen unseren Gesang mit Akkordeonmusik umrahmen, bekamen einen Flohzirkus präsentiert und das Lachen über manch Erlebtes entlockte auch uns manche Freudenträne. Danke an alle, die dieses wunderschöne Fest möglich gemacht haben!
Lachen heißt das Leben lieben – wir leben, wir lieben, wir lachen! Sie auch?
Christine KewitzK800 Publikation1 Sommerfest

Wunder ganz nah

Sommerfest der ZeitOase Magdeburg am 30. Juni 2017

WUNDERbar – wenn man ein Fest feiern kann, noch dazu mit Menschen, die gerne kommen. Von klein bis groß, aus der Nachbarschaft und bundes- bzw. weltweiter Ferne, Menschen mit und ohne Handicap, alte Bekannte und neue Gesichter – viele waren da. Sogar ein echter Zauberer.
Was uns miteinander verband?
Als Einladung die Frage, ob wir bereit sind für WUNDER.
Und ob!
Vorfreude natürlich auf diesen Nachmittag samt seinen Überraschungen und hoch die Erwartungen, denn einige von uns tragen schließlich eindrucksvolle Erinnerungen an die vorherigen Sommerfeste in sich. Spannung also, was es mit dem diesjährigen Thema WUNDER auf sich haben würde.
Das zu entdecken ließ nicht auf sich warten. Und wer fragt, w e l c h e s das Wunder war, schlicht und einfach die Antwort:
Wir haben das Leben gefeiert!
Wir kamen ins Gespräch, ließen uns aufeinander ein – auch wenn der Nachbar zunächst ein Fremder war!

Danke allen Helfern, Spendern, Stiftern, Wundertätern, die unser Sommerfest wunderbar gestalteten! Jeder und jede trug dazu bei, dass es ein Fest werden konnte.

Mensch unter Menschen zu sein, wo Herzlichkeit als Währung zählt – das ist Glück. Ich zähle es zu den alltagstauglichsten Wundern.

Margitta Diehl

Sommerfest 17

Kreativ im Alter

Knackiges, frisches Gemüse bringt kühlen Kopf bei hochsommerlichen Temperaturen
Zucchini, Paprika, Radieschen, Petersilie, Zahnstocher – das waren die Zutaten für einen lustigen und kreativen Tischschmuck in der ZeitOase Torgau an einem unserer letzten Stiftungsnachmittage. Frau Klaus, eine Dank-Stifterin, brachte die Idee und das Gemüse mit und sorgte mit ihren Worten „Damit können wir was Schönes basteln!“ anfangs für etwas Verunsicherung – ein leises Raunen ging von Tisch zu Tisch: „Was können wir daraus machen – ein Segelschiff oder eine Fregatte?“ Unschlüssige Blicke. Doch eh man sich versah, wurde fleißig geschnitten, gesteckt und dabei auch bübisch gelacht. Heimliche Blicke zur „Konkurrenz“ am Nachbartisch blieben natürlich nicht aus. Spontan wurden Seemannslieder angestimmt; und so wie sich Wellen und Wogen im Meer erheben, so stieg auch hier die Stimmung. Am Ende hatte jeder Tisch sein eigenes Kunstwerk kreiert – jedes für sich einmalig und schön! Alle fleißigen Schiffsbauer wurden mit einem kleinen Seemannstrunk belohnt und haben gemeinsam angestoßen – danke Frau Klaus für diese tolle Idee!Publikation1

 

 

Die Schule kann kommen...

Leuchtende Kinderaugen gab es und kein Halten mehr, als Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper am Dienstag, 13. Juni, die wartenden Kinder einlud, sich ihren Wunschranzen auszusuchen.
Das Deutsche Kinderhilfswerk spendete in diesem Jahr mehr als 50 neue Schulranzen-Sets dem Kinder- und Familienzentrum EMMA, zur Verteilung an Schulanfänger des neuen Schuljahres aus Familien mit kleinem Geldbeutel. Gaby Arens, Koordinatorin der ZeitOase inklusiv, vermittelte den Kontakt zu drei syrischen Familien. So waren dann auch Mohammad, Dalifan und Darin mit dabei und kamen in den Genuss eines nagelneuen Schulranzen-Sets. Nach 20 Monaten in Magdeburg beginnt für die Kinder nun ein neuer Abschnitt, der ihnen hilft Deutsch zu lernen, Freunde zu finden und sich heimisch zu fühlen.

ZOI 6 17

 

„So schmeckt die Heimat“ in Cuxhaven

20170707 ZOCux

Vier Zeit-Stifterinnen und die Koordinatorin trafen sich neben den normalen ZeitOasen Tagen (Montag und Donnerstag) nun auch an einem Mittwoch im Juni, um für eine kleinere Gruppe Dank-Stifter:innen nach dem Motto “So schmeckt Heimat“ zu kochen. Mit viel Spaß und Austausch von Erinnerungen wurden aus Rotbarsch und Seelachs leckere Fischfrikadellen nach einem alten Familienrezept der Zeit-Stifterin Marion zubereitet. Dazu gab es Speckkartoffelsalat. So haben ihn schon die Eltern der Zeit-Stifterin Ilse zubereitet. Der Karamellpudding von Jeanine schmeckt wie unsere Landschaft: herb - süß.

Früher hatte fast jeder in Cuxhaven jemanden, der mit Fischfang oder Verarbeitung zu tun hatte und den Fisch günstig besorgen konnte. Dementsprechend viel Fisch wurde verzehrt. So hat jede und jeder seine ganz privaten Rezepte, die nun in Abständen für einige Dank-Stifter:innen quasi in familiärer Besetzung zubereitet werden sollen. Ab 10.00 Uhr wurde schon in fröhlicher Runde mit den Dank-Stifter:innen geklönt, in Erinnerungen geschwelgt, Karten gespielt und am Kochtopf „geschnuppert“ – denn es duftete und brutzelte verführerisch aus der Küche. 12:00 Uhr: Bitte zu Tisch! Für maritime Tischdekoration und appetitliches Anrichten des Salates waren Koordinatorin und Zeit-Stifterin Margrit zuständig. So fand jede ihren Platz. Mit großem Appetit wurden die Köstlichkeiten verzehrt und die Cuxhavener waren sich einig: „So schmeckt Heimat“.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.