Kräuter, die gut riechen und Erdbeertorte, die gut schmeckt…

Das Frühjahr hat so viel für unsere Sinne zu bieten. Für Herzhaftes und Süßes steht so viel in unseren Gärten und am Wegesrand! Viele leckere Zutaten hatten die Zeitstifter für unsere Tische mitgebracht und gemeinsam wurde verkostet, probiert und geschmeckt. Höhepunkt war sicherlich das Kaffeetrinken mit den frischen Erdbeertorten, die ein echter Genuss waren.

Anschließend sammelten wir Sprüche, die uns manchmal an der Nase herumführen:auf die Nase fallen oder das ist anrüchig, das riecht man drei Meilen gegen Wind, den Braten riechen und der Nase nach gehen und viele, viele mehr!

Kümmerer vor Ort

„Es muss vorgelebt werden!“ „Soziales Kümmern“ ist ein Projekt des Landratsamtes, das ländliche Regionen lebenswert halten soll
VON TZ-CHEFREDAKTEUR SEBASTIAN STÖBER
TORGAU/NORDSACHSEN. Der Fakt ist unumstößlich: Nordsachsen wird immer älter. Schon vor Jahren hat die Kreisverwaltung beschlossen, das nicht bloß zu akzeptieren, sondern mit einer zentralen Strategie die Folgen aktiv anzugehen. Auf Grundlage dieser Strategie – dem „Seniorenbezogenen Leitbild“ wird bereits konkret gearbeitet. Aktuellstes Beispiel: Das Projekt „Soziales Kümmern vor Ort unterstützen“. Ende Mai trafen sich in dessen Rahmen an verschiedenen Standorten des Landratsamtes Menschen, die eines eint: In ihren Heimatorten kümmern sie sich um die Belange der Bewohner oder sie sind Ansprechpartner für die, die sich kümmern. „Das waren Leute aus Sportvereinen oder Heimatvereinen, aber auch Vertreter professioneller Strukturen wie Volkssolidarität, ASB oder AWO sowie Mitarbeiter von Verwaltungen“, berichtet Brit Gruhne, Sozialplanerin des Landkreises. Sie ist direkt der Sozialdezernentin unterstellt und mit der Mammutaufgabe betraut, das von ihr maßgeblich mitentwickelte Seniorenleitbild in allen Bereichen der Kreisverwaltung zu verankern – vom Sozialen über Infrastruktur bis zur Mobilität.
Soziale Hausmeister
Die Inspiration für das nordsächsische Kümmerer-Projekt holte sich Brit Gruhne aus Chemnitz. „Bei meinen Recherchen bin ich auf die ,sozialen Hausmeister‘ gestoßen“, berichtet sie. Diese seien für ältere Mieter Ansprechpartner Nummer 1 und Vertrauensperson, würden sich auch um Belange kümmern, die das Wechseln einer Glühbirne überschreiten. Weil die Strukturen im ländlichen Raum andere sind als in der Großstadt, kam eine Übernahme 1:1 nicht in Frage. Allerdings konnte der Verband Sächsischer Wohnungsbaugenossenschaften von der Kreisverwaltung als Projektpartner gewonnen werden. Die gemeinsam entworfene Umsetzungsidee für Nordsachsen präsentierte Brit Gruhne schließlich den Kommunen des Kreises. Ihre Kernbotschaft: „Wir wollen ganz nah an der Basis sein. Nur wenn unsere Angebote bei den Menschen direkt ankommen, werden wir erfolgreich sein.“
Nicht im luftleeren Raum
Die Reaktionen seien in der Breite sehr positiv ausgefallen, erinnert sie sich. Es habe aber auch kommunale Verwaltungen gegeben die Null Interesse signalisierten. Die Sozialplanerin hält das für falsch. „Wenn wir uns anschauen, in welche Richtung sich die Bevölkerung in den
kommenden Jahren verändern wird, ist die Schaffung stabiler sozialer Strukturen in den Kommunen eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge“, sagt sie. Das funktioniere aber nur, indem die Bevölkerung einbezogen werde. „Die Impulse dazu müssen auch von den Kommunen kommen, es muss vorgelebt werden.“ Brit Gruhne argumentiert damit nicht im luftleeren Raum. Ihre Erkenntnisse leiten sich aus einer Befragung ab, an der rund 1000 Nordsächsinnen und Nordsachsen ab einem Alter von 50 Jahren teilgenommen haben. Für das seniorenbezogene Gesamtkonzept wurden sie sehr detailliert unter anderem nach ihren Vorstellungen befragt, worauf sich Lebensqualität im Alter und auf dem Land begründet. Der Freistaat sieht das im Übrigen genauso und hat die Aktivitäten des Landkreises Nordsachsen, die auf dem Seniorenleitbild fußen, ordentlich finanziell ausgestattet. Die Sozialplanerin des Landkreises betont
aber, dass das Kümmerer-Projekt auch nach dem Auslaufen einer externen Finanzierung weitergeführt werden kann. „Diese Nachhaltigkeit war uns sehr wichtig.“ Nach dem gelungenen Premierentreffen im Mai steht zudem außer Frage, dass auch eine entsprechende Nachfrage existiert.


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Genutzt haben die Kümmerer diese Termine natürlich zunächst, um sich auszutauschen. „Das war ein ganz konkrete Erwartung der Gäste“, weiß Brit Gruhne. Sie stellte das Projekt vor und auch den Ablauf, der drei weitere Treffen mit verschiedenen Schwerpunkten in diesem Jahr vorsieht. Schwerpunkt der ersten Runde war das Wohnen im Alter. „Die Veranstaltungen sind so konzipiert, dass Praxisbeispiele vorgestellt wurden, wir inhaltlichen Input zum Thema und die bereits im Landkreis vorhandenen Strukturen vermitteln konnten“, erklärt Brit Gruhne. „Die Leute waren überrascht, wie viele unterschiedliche Fördermöglichkeiten es für altersgerechtes Wohnen gibt und dass wir im Kreis Wohnraumberater haben, auf die jeder kostenneutral zugreifen kann.“ In Kürze erscheint die Broschüre „Ein Leben lang zu Hause wohnen“. Darin sind die wichtigsten Infos dazu zusammengefasst.
Auf Schloss Hartenfels konnte Nordsachsens Sozialplanerin Brit Gruhne rund 30 Interessierte zur lokalen Auftaktveranstaltung des Projekts „Soziales Kümmern vor Ort unterstützen“ begrüßen. Identische Veranstaltungen gab es auch andernorts im Landkreis. Mit Hilfe des Projekts sollen Menschen gefördert und unterstützt werden, die sich hauptberuflich und/oder in ihrer Freizeit um andere Menschen kümmern, beispielsweise in Vereinen oder Selbsthilfegruppen.
Fotos: Landratsamt/Alexander Bley

 

„Auf den Hund gekommen“

Auf den HundImmer wieder liest und hört man von Therapiehunden, die zu Besuch in Pflegeheime kommen und an deren Anwesenheit die Menschen große Freude haben. Auch an unseren Begegnungen in der ZeitOase nimmt oft der kleine Hund einer Zeit-Stifterin teil. Er sitzt dann brav bei seinem Frauchen oder sie hat ihn in einem Tragetuch immer an der Frau. 

Manchmal jedoch, darf er auch zu Dank-Stifter:innen auf den Schoß und sich dort Streicheleinheiten abholen. Das zaubert immer ein glückliches Lächeln auf die Gesichter und sowohl Mensch als auch Tier genießen das Miteinander.

Einige Dank-Stifter:innen denken auch zuhause an Toni und bringen ihm dann so manches Leckerli mit. Besonders sind das wohl die Senioren, die früher selber einen Hund oder eine Katze hatten und nun nicht mehr in der Lage sind, für ein Haustier entsprechend zu sorgen.

So ist der „ZeitOasen-Toni“ ein tierischer Zeit-Stifter, der für einige eine besondere Rolle spielt.

Vorbereitungen auf das Osterfest

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Mit bunten Farben, Abziehbildern, Wasserfarben und Pinseln, Kreiden und Buntstiften ge-stalteten alle Dank- und Zeitstifter:innen viele leuchtende Ostereier. Gemeinsam hatten sie ihre Freude daran, Bilder und Muster entstehen zu lassen. Die fertigen Eier verschwanden in hübschen Nestern aus Heu und Stroh….


In kleineren Gesprächsrunden tauschten sie sich dazu aus, wie früher Eier gefärbt wurden und welche Bräuche sie aus Kindertagen in guter Erinnerung haben. Mit Liedern und Gedich-ten zur Osterzeit ließen sie den Nachmittag ausklingen.

Schöne Zeit in der ZeitOase

Im April 2019 durften wir Gastgeber für die Seniorengruppe der Volkssolidarität aus Mehderitzsch sein. Es war ein sehr schöner und geselliger Nachmittag. Als Dankeschön schrieb die Gruppe einen Leserbrief, welcher am 27.04.2019 in der Torgauer Zeitung erschien. Herzlichen Dank!

Schöne Zeit in der ZeitOase
Die Senioren der Ortsgruppe der Volkssolidarität Mehderitzsch machten sich auf nach Torgau in die Spitalstraße 26. Die ZeitOase ist ein Ort der Begegnung, den wir bisher noch nicht kannten. Wir wurden herzlich von Frau Kewitz empfangen und in den schönen Hinterhof geleitet. Hier wartete ein Team auf uns und wir fühlten uns sehr wohl. Nach der Begrüßung erhielten wir von den Zeitstiftern, so werden die fleißigen Helfer genannt, Kaffee und Kuchen, welcher wiederum von den Sachstiftern gebacken wurde.
Frau Kewitz erläuterte uns später ausführlich, wie die Stiftung nach Torgau kam. Sie baute den Ort der Begegnung auf, um Menschen Zeit zu schenken, die sich einsam fühlen. Jeder ist hier herzlich willkommen, so auch wir. Es ging dann recht ungezwungen zu. Wir führten Gedächtnistraining durch, sangen miteinander Frühlingslieder und hatten viel Spaß bei den Bewegungstänzen zu flotter Musik. Es diente der Koordination und der Beweglichkeit, was ja beides im Alter nachlässt

Dieser kurzweilige Nachmittag hielt viele Überraschungen für uns bereit und wir merkten gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Wir hatten sehr viel Freude und haben unseren Dank ausgedrückt. Denn wir waren damit die Dankstifter, denen ein schöner Tag bereitet wurde. Auch von dieser Stelle nochmals herzliche Grüße und ein großes Dankeschön an die fleißigen Helfer und Frau Kewitz.
Wir können diesen Besuch nur weiterempfehlen..

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Mit Musik geht alles besser

Mit Musik

So auch an einem Nachmittag in der ZeitOase im April 2019.

Nach einer Tortenschlacht (die Torten gespendet von EDEKA GOLLY ) und Zeit zum Klönen erklang Musik vom Duo „Ebbe und Flut“. Die schönen Stimmen der beiden Musikerinnen, begleitet von Akkordeon und Gitarre, luden zum Beispiel zum Spaziergang „Durch die Bucht von Grimmershörn“ ein.

Dann hieß es: „Wunschkonzert“. Da ließen sich die 45 Zeit- und Dank-Stifter:innen nicht lange bitten. Ein Wunsch nach dem anderen wurde geäußert und dank der vorbereiteten Texthefte konnten alle kräftig mitsingen und schunkeln oder gar ein Tänzchen wagen.

Vergessen waren für ein paar Stunden die kleinen Sorgen und manches Zipperlein. Nur lächelnde Gesichter waren zu sehen. Bei einem fröhlichen Geburtstagslied für ganz besondere Menschen sangen und klatschten alle mit und so konnte ein Geburtstagsvideo von Cuxhaven nach Magdeburg gesendet werden.

„So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag, der dürfte nie vergeh‘n“ - da waren sich alle einig und freuen sich schon darauf, dass „Ebbe und Flut“ ja irgendwann mal wieder kommt.

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